„Für mich ist Arbeit gemeinsames Miteinander“

Wolfgang Urstadt

Wolfgang Urstadt ist seit Juni 2015 Technikdirektor von Kongresskultur Bregenz und Bregenzer Festspielen. Im Interview zieht er Zwischenbilanz und spricht über seinen Neuanfang, Nachhaltigkeit und perfekte Rahmenbedingungen für Kongresse.

 

Herr Urstadt, Sie sind knapp zwei Jahre in Bregenz, wie haben Sie sich eingelebt?

Ein Wechsel ist immer ein Stück Neuanfang, der ist mir und meiner Familie in Bregenz leicht gefallen. Hier sind die Leute sehr direkt, aber immer sachlich. Man weiß gleich, woran man ist. Für mich ist Arbeit gemeinsames Miteinander. Es ist schön, dass sich dieses Miteinander in kurzer Zeit entwickelt hat.

 

Wie unterscheidet sich die Arbeit für Kongresskultur Bregenz von ihrer Tätigkeit an der Grazer Oper?

Der wesentliche Unterschied zwischen Opern- und Kongressbetrieb ist, dass man im Kongressbetrieb nicht selbst produziert, sondern Dienstleister ist. Wir sind dafür verantwortlich,  die  besten Rahmenbedingungen für Produktionen, die fix und fertig ins Haus kommen, zu schaffen.

 

Was hat Kongresskultur Bregenz anderen Kongresshäuser voraus?

Vor allem das Zusammenwirken von Kongresshaus und Festspielen: Wir können Mitarbeiter mit sehr großem Knowhow im Festspielbetrieb für Kongresskultur einsetzen und umgekehrt. Diese Mischung kann wahrscheinlich kein anderer Betrieb anbieten. Dazu kommt ein sehr flexibles Team, das diese Synergien zu nutzen weiß.

Außerdem die Landschaft und flexible Räumlichkeiten, die Platz für Kleingruppen wie Großveranstaltungen mit mehreren tausend Menschen bieten.

 

Wie können Kongressveranstalter vom Festspielbetrieb profitieren?

Durch das sehr hohe Knowhow im Bereich Medien- und Tontechnik. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind immer ein bisschen wie Chamäleons unterwegs, setzen ihr Wissen in beiden Bereichen ein. Heute wird bei Tagungen und Kongressen sehr stark mit Visualisierung, mit Bildern und Film, gearbeitet. Durch das Zusammentreffen von Kongress und Kunst sind wir da sehr gut aufgestellt, setzen Standards.

 

Was ist neu im Kongress- und Festspielhaus?

Wir haben eine komplette Systemumstellung in Angriff genommen, nutzen nun einen gemeinsamen Medienserver. Der direkte Nutzen für die Kunden ist, dass es keine Schnittstellenprobleme mehr gibt. Egal welches Programm der Kunde auf seinem Stick hat, es ist mit unseren Geräten kompatibel.

 

Das ungekürzte Interview finden Sie hier als PDF:

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Das Interview führte Jutta Berger.

Foto: Dietmar Mathis