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Kongress- und Tagungsbranche denkt über Zukunft nach:

„Österreich soll wieder seine Position als weltweit gefragte Kongress-Destination einnehmen“

Kongress- und Tagungsbranche denkt über Zukunft nach:
© KoenigsFreunde // Kongresskultur Bregenz

Die heimische Kongress- und Tagungsbranche gehört zu den Hauptbetroffenen der Coronakrise. In einer gemeinsamen Pressekonferenz haben Tourismusministerin Elisabeth Köstinger, Österreich Werbung Geschäftsführerin Lisa Weddig und Gerhard Stübe, Präsident des ACB und Geschäftsführer von Kongresskultur Bregenz, die Situation der Branche beleuchtet. Das gemeinsame Ziel lautet, die Tagungs- und Kongresswirtschaft und damit auch den Städtetourismus durch zielgerichtete Maßnahmen wieder anzukurbeln.

 

„Veranstalterschutzschirm wird gut angenommen“
2019 fanden über 25.000 Seminare, Firmentagungen und Kongresse mit rund 1,8 Millionen Teilnehmern in Österreich statt. Dadurch wurden 3,4 Millionen Nächtigungen generiert. Kongresse, Tagungen und Messen seien essenziell für den Wirtschaftsstandort, so Tourismusministerin Köstinger. „Solche Veranstaltungen generieren Nächtigungen, sorgen für Arbeitsplätze und bringen Wertschöpfung in die Regionen.

 

Umso wichtiger ist es, dass die Branche wieder durchstarten kann.“ Der Veranstalterschutzschirm, welcher seit einem halben Jahr beantragt werden kann, soll Anreiz und Sicherheit für die Planung von Veranstaltungen geben. Dieser werde mit bislang 850 Anträgen „gut angenommen“, so Köstinger weiter. „Unser aller Ziel ist, dass Österreich wieder seine Position als weltweit gefragte Kongress-Destination einnimmt. Davon profitieren wir alle.“

 

Anpassungsfähigkeit als Schlüssel zum Erfolg
Laut des Meeting Industry Report Austria sind im Vergleich zum Jahr 2019 in Österreich Veranstaltungen wie Kongresse, Tagungen, Seminare oder auch Firmenevents um 66 Prozent zurückgegangen. „Auch wenn die Zahlen wirklich nicht schön aussehen, sind wir als Branche mit dem Jahr 2020 nicht nur unzufrieden. Unter anderem weil wir zeigen konnten, dass wir uns rasch an wirklich schwierige Bedingungen anpassen können“, erläutert Gerhard Stübe.

 

Aber vor allem, weil das Coronavirus einen Prozess in Gang gesetzt hat, bei dem sich die Veranstaltungsbranche nicht nur mit ihrem Zweck, sondern vor allem mit den Chancen der Zukunft auseinandergesetzt hat. „Standardlösungen sind da kein Patentrezept.“ Die Buchungslage sei zwar noch weit von den Vorkrisen-Niveaus entfernt, die Unternehmen würden aber seitens ihrer Kunden ein starkes Interesse verspüren, Veranstaltungen wieder auszutragen, so Gerhard Stübe. „Nun wollen wir wieder spannende, ergebnisorientierte Veranstaltungen abhalten und unsere Zukunftsideen umsetzen!“

 

(tp) / 28.09.2021

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